Alkohol ist die gefährlichste Substanz
der Welt. Jedes Jahr tötet sie mehr
Menschen als Terror, Kriege, Morde und
Unfälle zusammen. Sie fordert Millionen
Verletzte durch Unfälle, Gewalt und
Verbrechen und macht Hunderte Millionen
[musik] krank. Würde es Alkohol nicht
schon geben, wäre seine Erfindung heute
und doch trinken über 2 Milliarden
Menschen Alkohol. Die meisten können
sich [musik] Grillen ohne Bier nicht
vorstellen. Eine Hochzeit ohne Wein,
elegante Feiern ohne Champagner. Wir
[musik] trinken am Wochenende, weil
Wochenende ist, aber auch nach der
Arbeit, wenn wir gestresst sind [musik]
oder entspannt, traurig oder glücklich,
daheim oder draußen. Alkohol ist
Paradox. Warum halten wir so sehr an dem
fest, [musik] was uns am meisten
schadet? Du nach einem Drink.
Alkohol ist eine biologische Waffe. Er
wird von Hefe bei der Gehrung
produziert, um Konkurrenz auszuschalten.
In Drinks wird er mit Wasser gemischt
und mit allem möglichen aromatisiert,
[musik] von Früchten bis hin zu
Karamell. Mit einem einzigen Schluck
fluten Trilliarden Alkoholmoleküle,
[musik]
Magen und Dünndarm. Von hier aus geht's
weiter zur Leber, deinem wichtigsten
Detoxzentrum [musik] und anderen Organen
wie deinem Gehirn. Deine Leber kann aber
nur etwa einen Schluck Bier alle 5
Minuten verarbeiten. Trinkst du also
nicht super langsam, ist sie bald
überfordert, [musik] während dein Gehirn
immer mehr überflutet wird. Hier beginnt
das Chaos. Die Eindringlinge lassen die
Neurotransmitter und Rezeptoren in
deinem Gehirn verrückt spielen. Das ist
so komplex, dass die Wissenschaft es bis
heute nicht ganz durchschaut hat. Klar
ist, dass Alkohol deine Neuronen
betäubt, sie verlangsamt und ihre
[musik] Kommunikation stört. Das hat
mehrere Folgen. Es betäubt dich und
reduziert Stress. Es betäubt den
präfrontalen Kortex, das Zentrum für
Entscheidungsfindung und
Selbstkontrolle, was er enthemthemmt und
dich eher Dinge sagen oder tun lässt,
die du sonst lassen würdest. Und es
schüttet Endorphine aus.
Wohlfühlmoleküle,
die eng mit sozialer Verbundenheit
verknüpft sind. Sie entstehen auch, wenn
wir mit anderen lachen, singen oder
tanzen. Sie machen flüchtige Momente zu
bleibenden [musik] Erinnerungen. Nach
ein paar Gläsern fühlt sich nicht nur
die Welt leichter an, das Zusammensein
wird leichter. Die unsichtbaren Mauern
der Unsicherheit werden abgebaut und du
wirst einfach etwas mehr. Du traust dich
zu lachen, zu singen, [musik] Freude und
Sorgen zu teilen. Gespräche fließen
besser, wir lächeln länger und Fremde
werden leichter [musik] zu Freunden oder
labern. Für eine Weile fühlt es sich an,
als müsstest du das schwere Gewicht des
Menschseins nicht mehr alleine tragen.
Alkohol ist die perfekte Mischung aus
[musik] sanfter Entspannung, leichtem
Mut und netter Gemeinschaft. Das ideale
soziale Schmiermittel. Doch der Preis
dafür ist hoch. Bevor wir jetzt richtig
die reingehen, wollen [musik] wir noch
kurz danke sagen. Wegen euch können wir
unsere Videos so intensiv recherchieren,
mit viel Liebe animieren und dann
kostenlos veröffentlichen. Jeder View,
jedes Like und jeder Kommentar zählt.
Und besonders freuen wir uns, wenn ihr
etwas aus unserem Shop bestellt. Jedes
Mal, wenn ihr ein kurz gesagt Produkt
kauft, erblickt eine Videosszene das
Licht der Welt oder so ähnlich. Wir
haben informative, bunte, cute und
chillende Produkte, die wir [musik] alle
mit ganz viel Liebe und Begeisterung für
Wissenschaft hier in kurz gesagt Studio
entwickelt haben. Und natürlich haben
wir auch ganz viel Merch, mit dem ihr
euren exzellenten [musik] Geschmack
zeigen könnt. Ein aktuelles Highlight,
unser Wormhole Mark. Er bietet nicht nur
Platz für eure Lieblingsgetränke. Wir
haben in ihm auch ein praktisches
Wurmloch verbaut, das vorne mit hinten
verbindet. Ein Shortcut durch Raum und
Kaffee. Ist Physik [musik] nicht
großartig? Gönn dir heute ein besonderes
Stück, kurz gesagt und ermögliche damit
unser nächstes Video. Cheers.
Dein Körper, den du regelmäßig trinkst.
Milliarden trinken mit der [musik] Zeit
immer häufiger. Das gelegentliche Glas
wird zur wöchentlichen Routine. Dann ein
Ritual. jeden zweiten Tag, wenn man
Freunde trifft oder zum Chillen. Und
jeder hat diesen einen Freund, der viel
mehr trinkt und ein völlig normales
Leben [musik] führt. Aber mit den Jahren
nehmen auch die Schäden zu.
Alkoholmoleküle sind wasser und
fettlöslich, wodurch sie in quasi jede
Zelle und jedes Gewebe dringen können.
Dein Körper zersetzt sie zur Aent
Aldhüt, [musik] eine Substanz, die sogar
noch schädlicher ist als Alkohol selbst
und schwere Schäden in Gewebe, Zellen
und DNA anrichtet. Es lässt die Neuronen
im Gehirn schrumpfen und zertrennt ihre
Verbindungen, [musik] was die
Kommunikation zwischen Hirnregionen
erschwert. Das Gehirn verkümmert,
Erinnerungen werden schwächer, das
Denken wird verlangsamt [musik]
und das Risiko für Demenz steigt. Wann
und wie du trinkst, spielt dabei auch
eine Rolle. Je jünger, umso größer der
Schaden und je mehr du auf einmal
trinkst, umso schlimmer. Das Gehirn ist
erst mit Mitte 20 fertig verdratet.
Davor ist trinken, als würdest du auf
nassen Zement schlagen. Bei 20-Jährigen
kann ein Filmriss bis zu einem Jahr
dauernde kognitive Probleme auslösen.
Etwa zu vergessen, warum du ins Zimmer
gekommen bist oder Schwierigkeiten neue
Dinge zu lernen. Rauscht trinken oder
Koma trinken in der späteren Jugend ist
auch einer der größten Risikofaktoren
für früh manifeste Demenz. Dann ist da
noch Krebs. So wie Rauchen die Lunge
schädigt, verursacht Alkohol acht
verschiedene Krebsarten, quasi überall
zwischen [musik] Mund und Darm. Bei
Frauen auch Brustkrebs. Das riskierst du
bereits bei durchschnittlich weniger als
einem Glas Fein pro Tag. Mehr und das
Risiko steigt. Weltweit verursacht
Alkohol etwa 740.000 [musik]
neue Krebsfälle jährlich, wovon etwa
400.000
tödlich enden. Ein weiteres Opfer ist
deine Leber. Alkohol stört den
Fettstoffwechsel, wodurch deine Leber
zählen [musik] fett anhäufen, oft ohne
Symptome. Du trinkst also vielleicht
weiter, während deine Leber verfettet,
sich entzündet, anschwillt und
irgendwann versagt. Das Endstadium ist
eine Zirrose, eine völlig vernabte, kaum
funktionierende Leber. Bis dahin kann es
über 10 Jahre dauern, aber ist sie
einmal da, ist sie überwiegend
irreversibel. Jährlich sterben etwa
600.000 Menschen an einer vom Alkohol
zerstörten [musik] Leber. Außerdem
schwächt Alkohol das Herz, lässt den
Blutdruck steigen und erhöht das Risiko
für Schlaganfälle und Thrombose, was
500.000 weitere Tote durch
Herzkreislaufkrankheiten
fordert. Auch das Aussehen ist
betroffen. [musik] Alkohol schädigt
deine Körperzellen, auch die der Haut,
die dadurch schneller alt wirkt.
Zusätzlich enthält Alkohol nicht nur
sehr viele Kalorien, sondern macht viele
Leute sehr hungrig. Trinken ist deshalb
ein großer Faktor für Gewichtszunahme
und erhöht die Gefahr von Übergewicht
und all seinen Gesundheitsproblemen.
Wissenschaftliche Berechnungen zeigen,
dass diese Probleme bereits bei etwa
einem Bier täglich beginnen. Das Risiko
eines vorzeitigen Todes steigt [musik]
bei Männern bereits bei etwa drei Bier
am Tag signifikant, bei Frauen bei
weniger als zwei. Wenn du das viel
findest, schau dich mal um. In der EU
trinkt ein Mann durchschnittlich das
Äquivalent [musik] von fast drei Bier
täglich. Eine Frau durchschnittlich fast
eines. Das ist weltweit ähnlich,
besonders [musik] im Westen. Es geht
nicht nur um dich. Alkohol ist noch aus
[musik] einem anderen Grund einzigartig.
Seine unerreichte Fähigkeit andere Leben
zu zerstören. Alkohol verursacht
wahnsinnig viele Unfälle. [gelächter]
Benommen und [musik] Intemptheit machen
dich zu einem ungeschickten Wesen, das
bereit ist, dumme Risiken einzugehen.
Bei alkoholbedingten [musik]
Unfällen sterben jedes Jahr 500.000
Menschen, 300.000 allein durch
Autounfälle. [musik]
Die Hälfte der Todesopfer dieser Unfälle
haben nicht getrunken. Sie sind [musik]
gestorben, weil jemand anderes getrunken
hat. Alkohol ist auch eine der
Hauptursachen für Gewalt. Ob
Schlägereien, häusliche Gewalt oder
Morde. Die Zahlen sind je nach Land
[musik] anders. Aber prinzipiell werden
50% aller Gewaltdelikte und sexuellen
Übergriffe von Betrunkenen begangen.
[musik]
Jedes Jahr sterben etwa 100.000 1000
Menschen durch alkoholbedingte
Verbrechen, als würde jährlich eine
Stadt von der Größe Pisas von Besoffenen
massakriert werden. Und dann sind da die
Verletzten. Allein in England werden
jedes Jahr 500.000 Erwachsene bei
Unfällen, die betrunkene [musik]
verursacht haben, verletzt. Weitere
800.000 bei tätlichen Übergriffen durch
betrunkene. Weltweit erleiden jährlich
dutzende Millionen Menschen körperlichen
Schaden [musik] durch den Alkoholkonsum
eines anderen. Die unschuldigsten Opfer
sind jährlich [musik] 600.000 Babys, die
mit einer fetalen Alkoholspektrumstörung
[musik]
geboren werden. Eine verheerende
lebenslange Krankheit, ausgelöst durch
Alkohol [musik]
während der Schwangerschaft. Alkohol ist
nichts geringeres als eine weltweite
Katastrophe.
Die Abrechnung: 400 Millionen [musik]
entgleiste Leben.
Eskaliert deine Trinkgewohnheit so sehr,
dass sie dir selbst und anderen schadet,
hast du die unsichtbare Grenze zum
Alkoholismus überschritten. Geschätzte
400 Millionen Menschen, einer von 14
Erwachsenen, [musik] liegen in diesem
Bereich. Die Grenze ist verschwommen und
bei jedem Menschen anders. Aber wenn du
als Frau regelmäßig acht Bier pro Woche
trinkst, 15 als Mann oder fünf an einem
Tag, hast du diese Grenze überschritten
oder bist gefährlich nah dran? Über die
Hälfte dieser 400 Millionen Menschen
[musik] sitzen in einer noch fieseren
Falle, Abhängigkeit. Dann brauchst
[musik] du den Alkohol körperlich oder
psychisch. In Europa und Amerika ist
einer von 20 Menschen in diesem Netz
gefangen. Das typische Bild von
Alkoholismus ist extrem. Ein
Obdachloser, der eine Flasche
umklammert, [musik] ein betrunkener
Vater, der seine Kinder anschreit. Oft
ist er aber viel stiller. Eine US-Studie
[musik] zeigt, dass bis zu 50% aller
Alkoholkranken gar nicht auffallen.
Hauptsächlich gibt es zwei Gruppen:
unproblematische junge Erwachsene und
Berufstätige [musik] mittleren Alters
mit Karriere und Familie. Gehörst du zu
einer davon, zeigst du kein auffälliges
Verhalten, erfüllst deine Pflichten und
hast vielleicht keine diagnostizierten
Krankheiten, trinkst im Durchschnitt
aber vier Bier täglich? und [musik] bist
jede Woche betrunken. Vielleicht
bemerken es weder du noch deine Familie.
Keiner hinterfragt einen Drink [musik]
nach dem Abendessen, der Arbeit oder bei
einer Party. Genau darin liegt die
Gefahr. Keine Droge ist so akzeptiert,
[musik] so alltäglich und so leicht zu
übersehen. Okay, wie ist es dazu
gekommen? Ein Pakt mit dem Teufel. Wir
haben einen Pakt mit dem Alkohol
geschlossen, um eine der größten
Herausforderungen des Menschseins
[musik] zu lösen. Das menschliche
Zusammenleben ist schwierig. Wir sehnen
uns nach Nähe, sind aber auch ängstlich,
unbeholfen und argwöhnisch. Rede ich zu
viel? Mögen die mich wirklich? Was, wenn
ich was Dummes sage? Es gibt viele Wege
damit umzugehen und Alkohol ist einer
davon. Er bietet eine leichte Lösung an,
in Kontakt zu treten. [gelächter]
Studien bestätigen, was wir seit
Jahrtausenden wissen. Moderate Mengen
Alkohol helfen Fremden [musik] zu
connecten. Und Menschen, die maßvoll und
in Gesellschaft trinken, haben
tendenziell mehr Freunde, engere
Freundschaften und ein höheres Maß an
Vertrauen in andere. Wollen wir weg vom
Alkohol, müssen wir auch ehrlich sehen,
was er uns bringt. Jahrtausende lang
haben wir ihm Gesundheit und Jahre
unseres Lebens geopfert. [musik]
Im Gegenzug hat er uns
Selbstbewusstsein, Verbindung und Spaß
geschenkt. Das ändert sich aktuell
rapide. Jüngere Generationen, [musik]
besonders die Gen trinken sehr viel
weniger, als ihre Eltern das getan
haben. In den USA ist die Zahl der
18-jährigen, [musik] die schon einmal
Alkohol probiert haben, in den letzten
Jahrzehnten um 25% [musik] gesunken.
Rauscht trinken bei Jugendlichen um 50%.
Und selbst in Ländern wie Deutschland
oder Frankreich, wo Bier und Wein zur
[musik] kulturellen DNA gehören, sinkt
der Alkoholkonsum.
Das ist ein Gewinn. [musik] Weniger
Unfälle, weniger belegte
Krankenhausbetten, weniger langsam
entgleisende Leben. Gesunken sind aber
auch andere Dinge. Die Zahl der
Menschen, die ihre Freunde fast täglich
sehen, ist um 50% zurückgegangen. Partys
besuchen um 30%, [musik] genauso wie
Dating und Gelegenheitssex.
Gleichzeitig sind Einsamkeit und
psychische Gesundheitsprobleme
in die Höhe geschossen. Dafür gibt es
viele Gründe von Covid bis Social Media,
aber auch [musik] die Veränderung im
Drogenkonsum spielt eventuell eine
Rolle. Drogen wie Marihuana [musik]
werden immer häufiger und im Gegensatz
zum Trinken führt Gras dazu, dass viele
Menschen [musik] weniger Energie geladen
sind und weniger unternehmungslustig,
sozial unbeholfener und [musik]
insbesondere bei hohem Konsum einsamer
werden. Seit Ewigkeiten ist Alkohol ein
mächtiges und einflussreiches Werkzeug,
[musik]
um unser Leben mit anderen zu teilen, zu
feiern und zu genießen. Trinken wir im
Westen immer weniger, öffnet uns das
vielleicht die Tür zu etwas komplett
Neuem. [musik]
Eine Zukunft, in der wir ein Miteinander
ohne giftige chemische Hilfe schaffen
und feiern. Es liegt an uns
herauszufinden, was [musik] nächstes
kommt.